Die Bunker am Strand Es Trenc

Es Trenc ist einer der schönsten und naturbelassensten Strände der Insel, mit türkisblauem Wasser, feinem Sand und einer wilden Dünenlandschaft. Aber hin und wieder sieht man einen merkwürdigen Bunker am Strand Es Trenc aus dem Sand ragen. Was hat es damit eigentlich auf sich?

Die Bunker am Strand Es Trenc sind mehr als nur Betonklötze. Sie sind Zeugen einer vergangenen Zeit, Kunstwerke mit einer Botschaft und einzigartige Fotomotive für alle, die diesen traumhaften Strand besuchen.

Zeugen aus dunkler Zeit

Die Bunker stammen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, als der spanische Diktator Franco befürchtete, dass die Alliierten die Balearen angreifen könnten. Obwohl Spanien nicht am Krieg beteiligt war, ließ er zahlreiche Verteidigungsanlagen auf Mallorca bauen, um die Insel zu schützen. Die Bunker am Es Trenc waren mit Sand und künstlichen Dünen getarnt und mit Schießscharten ausgestattet. Allerdings wurden sie nie benutzt, da die Alliierten die Balearen nie angriffen.

Die Bunker am Strand Es Trenc als Kunstobjekte

Die Bunker am Strand Es Trenc sind nicht nur historisch interessant, sondern auch künstlerisch. Im Jahr 2017 wurden sie von einem Kollektiv aus Madrid mit weißen und schwarzen Farben bemalt, um die Umgebung des traumhaften Naturstrandes zu verschönern. Die Texte auf den Bunkern stammen von dem mallorquinischen Dichter Miquel Costa y Llobera und sollen zum Nachdenken anregen. Leider wurden die Kunstwerke später von Unbekannten mit Parolen gegen den Massentourismus beschmiert.

Wir finden es schade, dass solche Aktionen das Bild dieses wunderschönen Strandes trüben. Es Trenc ist einer der letzten großen Naturstrände Mallorcas, der mit seinem türkisblauen Wasser und seinem feinen Sand an die Karibik erinnert. Er ist Teil eines Naturschutzgebietes, in dem auch viele Vögel und Pflanzen leben. Hier kann man die Natur genießen und entspannen, ohne von Hotels oder Restaurants gestört zu werden.

Wenn ihr also mal auf Mallorca seid, solltet ihr unbedingt einen Ausflug zum Es Trenc machen und euch die Bunker anschauen. Sie sind ein Zeugnis einer vergangenen Zeit, die aber immer noch Spuren hinterlässt. Sie sind auch ein Beispiel dafür, wie Kunst und Geschichte miteinander verbunden werden können, um eine Botschaft zu vermitteln. Und sie sind ein Anlass, um über den Tourismus und seine Folgen für die Insel nachzudenken.